■ Um die Patient:innen-gelebte Interessensvertretung in Österreich zu regeln, muss sie formalisiert und gesetzlich verankert und nachhaltig finanziert werden.
■ Abschaffung des Laienstatus – gleichberechtigter Zugang zu Informationen und Entscheidungen
■ Objektive Ausbildungskriterien und Anerkennung von bestehenden Ausbildungen - für eine professionelle, unabhängige und legitimierte Patient:innen-gelebte Interessensvertretung.
■ Platz und eine Stimme am gesundheitspolitischen Verhandlungstisch - mit klaren Rechten, transparenter Besetzung und echter Mitwirkung.
■ Aktive Einbindung in Forschung und Entwicklung - durch objektive Regeln, Umsetzung etablierter Beteiligungskonzepte und gezielter Qualifizierung.
■ Öffentliche Basisfinanzierung und Projektförderung für Patient:innenorganisationen und Dachverbände (steuerfinanziertes Modell gemäß Regierungsprogramm 2025–2029).
■ Etablierung einer Ausbildungs- und Qualifizierungsstruktur für Vertreter:innen von Patient:innenorganisationen und Selbsthilfevertreter:innen zur Sicherung von Qualität, Kompetenz und Unabhängigkeit. (Rahmen zur Professionalisierung schaffen gemäß Regierungsprogramm 2025–2029).
■ Aufbau einer systematischen, strukturierten Zusammenarbeit zwischen Patient:innenvertretungen und Entscheidungsträger:innen in Politik, Wissenschaft, Versorgung, Forschung, Industrie und Berufsgruppen.
■ Etablierung fixer Ansprechpersonen für Patient:innen getriebene Interessensvertretung in relevanten Institutionen (z. B. Ministerien, Gesundheit Österreich GmbH, Forschungsförderstellen, Sozialversicherung).
■ Förderung einer Kooperationskultur auf Augenhöhe, in der Erfahrungsexpertise als gleichwertiger Beitrag zu Fach- und Systemwissen anerkannt wird.
■ Einrichtung gemeinsamer Plattformen zur Abstimmung, Co-Kreation und Qualitätssicherung patient:innenrelevanter Themen und Projekte.
■ Regelmäßige Einbindung von Patient:innenorganisationen in Strategiekonferenzen, Leitlinienkommissionen, HTA-Prozesse und Versorgungsgremien.
■ Entwicklung von Leitlinien für gute Zusammenarbeit („Code of Conduct“) zwischen Stakeholder:innen und Patient:innen-gelebten Interessensvertretungen (u. a. Ppabet).
■ Etablierung einer Ausbildungs- und Qualifizierungsstruktur für Vertreter:innen von Patient:innenorganisationen und Selbsthilfevertreter:innen zur Sicherung von Qualität, Kompetenz und Unabhängigkeit. (Rahmen zur Professionalisierung schaffen gemäß Regierungsprogramm 2025–2029).
■ Die systematische, verbindliche und qualitätsgesicherte Beteiligung von Patient:innen entlang der gesamten Versorgungskette – von der Forschung über die Gesundheitspolitik bis hin zu Versorgungspraxis, Qualitätsmanagement und Kommunikation.
■ Mitwirkung von Patient:innen in strategischen, medizinischen, kommunikativen und gesundheitspolitischen Entscheidungen.
■ Stärkung der Erfahrungsexpertise als gleichwertiger Beitrag zu Fach- und Systemwissen
■ Unterstützung und Professionalisierung von Organisationen, die von Patient:innen für Patient:innen geführt werden
■ Bündelung von Interessen und Positionen zur gemeinsamen Vertretung auf nationaler Ebene
■ Aktive Vernetzung mit übergeordneten Interessenvertretungen und gesundheitsrelevanten Institutionen
■ Aufklärung über zentrale Konzepte wie Patient and Public Involvement and Engagement (PPIE), Patient Advocacy und Patient Expert
■ Sichtbarmachung und Anerkennung der jeweiligen Rollen, Kompetenzen und Einsatzbereiche
■ Förderung der strukturellen und finanziellen Einbindung von Patient:innenexpert:innen in Entscheidungsprozesse
■ Mitwirkung bei der Formulierung von Forschungsfragen und Prioritäten aus Patient:innensicht
■ Beteiligung am Design, der Durchführung und Bewertung klinischer Studien
■ Beteiligung an der Auswertung und transparenten Veröffentlichung von Studienergebnissen
■ Förderung patient:innengetriebener Forschungsansätze und Co-Creation-Formate
■ Schaffung objektiver Ausbildungskriterien und standardisierter Programme für Patient:innenvertretung
■ Anerkennung bestehender Qualifizierungen auf nationaler Ebene (z. B. EUPATI, WECAN Academy etc.)
■ Anerkennung bestehender Qualifizierungen auf nationaler Ebene (z. B. EUPATI, WECAN Academy etc.)
■ Förderung eines Berufsbilds „Patient:in mit Erfahrungsexpertise“ als legitime und unabhängige Stimme im System





